Fazit

Bei der Reggio-Pädagogik handelt es sich um ein ausgesprochen offenes Konzept und dies in mehrfacher Hinsicht:

  • Offen nach außen – Die pädagogische Arbeit öffnet sich zur Kommune, ihre Dokumentationen sind für jeden Interessierten zugänglich. Auch die Glasfronten laden zum Hinein- und Hinausschauen ein. Eine „Schonraumpädagogik“ wird nicht gewünscht.
  • Offen nach innen – Da das Bild der kindlichen Entwicklung nicht festgelegt ist, wird die Arbeit als offener Prozess gestaltet: Weder Schulvorbereitung noch immer wiederkehrende Festzyklen geben die Abläufe vor.
  • Offen für Entwicklung – Die Auseinandersetzung mit Erziehung, der Frage „Wohin wollen wir unsere Kinder erziehen?“, oder anders formuliert „Was ist mir wichtig für mein Kind?“ ist ein fortlaufender Prozess.

Die Offenheit bringt mit sich, dass es hier kein klares Curriculum gibt, welches man nach ein bis zwei Fortbildungen übernehmen könnte. Arbeiten „nach Reggio“ heißt gerade nicht, dass man ein paar zusätzliche Spiegel aufhängt und es dabei belässt. „Reggio“ ist zum Schlagwort für eine Philosophie, ein Menschenbild geworden. Wer nach Reggio arbeitet, ist darauf verwiesen, zunächst sich selbst zu verändern. Das ist, wie jeder weiß, die schwerste Arbeit.

Der Kindergarten muss ein Ort sein, wo die Achtung und die Anerkennung auf das Kind überfließen. Das Kind muss die von uns wieder zu entdeckende Fähigkeit zum Staunen spüren; es muss unsere Verblüffung erleben können. Es geht also darum, dass wir die damit verbundenen Gefühle genießen können. Wir müssen die Quelle des Kindes, seine ihm eigenen Möglichkeiten erkennen." (Loris Malaguzzi)



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