Die Passion

Auch in diesem Jahr feierten wir mit den Familien unserer Kita das Osterfest am Gründonnerstag in der Kirche. Hier spielen die Vorschulkinder die Passion.

Die Vorbereitung des Paschamahls

Jesus und seine Jünger wollten das Paschamahl gemeinsam feiern. Darum fragten sie ihn: „Wo sollen wir für dich das Paschamahl vorbereiten?“ Jesus antwortete ihnen: „Geht in die Stadt. Dort wird euch ein Mann begegnen, der einen Wasserkrug trägt. Folgt ihm.“ Zwei Jünger taten wie befohlen und gingen in die Stadt. Und tatsächlich trafen sie einen Mann mit einem Wasserkrug, der sie in einen Raum, im Obergeschoss seines Hauses führte. Dieser war, wie Jesus vorausgesagt hatte, mit Kissen ausgestattet und bereits für das Paschamahl vorbereitet.

Das Mahl

Als es Abend geworden war, setzte sich Jesus mit den zwölf Jüngern zu Tisch. Während sie aßen, sagte Jesus auf einmal zu ihnen: „Einer von euch wird mich verraten und meinen Feinden helfen, mich zu fangen.“ Alle Jünger waren bestürzt, als sie das hörten. Aufgeregt fragten sie einander, wer denn so etwas machen könnte.

Jesus aber nahm das Brot, dankte Gott, brach es in mehrere Stücke und gab jedem davon. „Nehmt und esst dieses Brot“, sagte er. „Genauso wie dieses Brot wird auch mein Körper für euch bald zerbrochen werden.“ Dann nahm er einen Becher Wein, dankte wiederum, gab ihn den Jüngern und sagte: „Trinkt alle daraus. Ich werde bald sterben und mein Blut wird wie dieser Wein bald vergossen werden.“

Das Gebet in Getsemani

Nach dem Essen machten Jesus und seine Jünger einen Spaziergang zu einem kleinen Hügel östlich der Stadt. Er wurde Ölberg genannt. Am Fuße des Ölbergs, an einer einsamen Stelle, gab es einen Garten, mit Namen Getsemani. Jesus bat seine Jünger in diesem Garten auf ihn zu warten, denn er wollte beten. Jesus blieb lange weg, um zu beten. Er wusste, dass er bald sterben musste und hatte große Angst davor. Er betete: „Abba, Vater, Alles ist dir möglich. Nimm diesen Kelch von mir!“ Die Jünger verstanden nicht, was da vor sich ging. Vor kurzem noch wurde Jesus wie ein König gefeiert und nun sprach er von seinem Tod. Sie hatten Angst. Was würde als nächstes passieren? Aber da es schon sehr spät war, wurden sie irgendwann müde und schliefen ein.

Als Jesus nach dem Gebet wieder zu ihnen kam, da schliefen sie alle.

„Könnt ihr nicht einmal eine einzige Stunde mit mir wach bleiben“, sagte er zu ihnen. „Wacht auf, denn da hinten kommt schon mein Verräter.“

Die Verhandlung vor Pilatus

Jesus wurde vor den Hohen Rat geführt. Der oberste Priester, die Gesetzeslehrer und Ratsältesten waren neidisch, dass so viele Menschen Jesus zuhörten und nicht mehr ihnen. Sie hielten ihn für gefährlich und überlegten, wie sie ihn am besten umbringen könnten. Deshalb führten sie Jesus nun zu Pilatus, dem römischen Prokurator, und bedrängten ihn, Jesus zum Tode zu verurteilen. Sie sagten: „Dieser Mann wiegelt das jüdische Volk gegen den römischen Kaiser auf. Außerdem behauptet er, er sei der König, den Gott uns versprochen hat. Das ist Hochverrat. Pilatus gab nach und verurteilte Jesus zum Tode am Kreuz.

Die Kreuzigung

Jesus nahm das schwere Holzkreuz und legte es auf seine Schulter. Die Soldaten führten ihn hinaus nach Golgata, der Hinrichtungsstelle, um ihn dort ans Kreuz zu nageln.

Der Tod Jesus

Bei dem Kreuz stand Maria, seine Mutter. Sie weinte um ihren Sohn. Neben ihr stand ihre Schwester, sowie Maria aus Magdala und Johannes. Als es Mittag wurde verfinsterte sich die Sonne und im ganzen Land wurde es dunkel. Dann rief Jesus laut: „Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist.“ Mit diesen Worten starb er.

Das Begräbnis Jesu

Unter den Mitgliedern des jüdischen Rates gab es einen Mann, der hieß Josef. Er stammt aus der jüdischen Stadt Arimathäa. Er war gottesfürchtig und ein heimlicher Anhänger Jesu. Er ging zu Pilatus und bat ihn um den Leichnam Jesu. Pilatus überließ ihm den Leichnam und Josef ging und nahm ihn vom Kreuz ab. Er legte ihn in eine Grabhöhle. Den Eingang verschloss er mit einem großen Stein.